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Ehefrauen, Mütter, Kolleginnen: Frauen sind auch Zahngesundheits-Manager

Birgit Dohlus, Inhaberin der Fachpresse-Agentur dental relations.

Eigentlich geht es schon in der Schwangerschaft los: Frauen haben nicht nur ein Augenmerk auf das gesunde Wachstum des Kindes, sondern auch auf ihre eigene Zahngesundheit, denn viele Studien lassen darauf schließen, dass chronische Entzündungen im Mund (Parodontitis) negative Auswirkungen auf das Geburtsgewicht und die Gesundheit des Kindes haben. Danach geht es darum, die Infektion des Neugeborenen mit den Karies auslösenden Bakterien zu vermeiden (streptococcus mutans), sie möglichst nicht aus dem eigenen Mund auf das Kind zu übertragen (Schnuller nicht sauberlecken...), regelmäßig die Zahnentwicklung checken zu lassen, Milchzahnschäden durch zuviel Süßes und Saures zu vermeiden, beim Zahnwechsel zu trösten, sich um das Durchhalten einer kieferorthopädischen Behandlung zu kümmern, Nachschub an Mundhygienehilfsmitteln zu verschaffen...
Die Kinder müssen, am besten mit gutem Beispiel, zum regelmäßigen Zähneputzen motiviert werden, der Gatte zur Vereinbarung eines Prophylaxetermins, die vielleicht pflegebedürftige Mutter braucht neuen und besser handhabbaren Zahnersatz, und die durch Doppelbelastung und Stress "zerknirschten" eigenen Zähne vielleicht endlich eine Schutzschiene, die sie vor der Zerstörung bewahrt.
Es sind – das zeigen auch Studien – vor allem die Frauen, die Mütter, die ihren wichtigen Anteil an der Zahngesundheit haben: Wo sich Mütter nicht ausreichend um ihre Kinder kümmern (können), wo eigenverantwortliches Handeln auch bei der Zahngesundheit nicht gelehrt wird, sind die Zahnschäden der Kinder mit dramatischem Abstand am größten. Kaum einer findet Zähneputzen, ja Mundhygiene insgesamt spaßig und unterhaltsam genug, um hoch vergnügt mindestens morgens und abends für Sauberkeit auf und zwischen den Zähnen zu sorgen: Es sind die Mütter, die ihre Kinder oft mit erheblicher Kraftanstrengung hierzu ermuntern müssen, es sind die Ehefrauen, die ihre Männer in die Praxis schicken, wenn diese meinen, ein Indianer kenne keinen Schmerz und brauche daher auch keine Prophylaxefummelei, es sind die Frauen, die ihrem Kollegen nahe legen, sich für einen besseren Eindruck beim Reden etwas helfen zu lassen, und die Töchter, die sich um die Kaufähigkeiten ihrer pflegebedürftigen Eltern und Familienmitglieder kümmern. Eine unglaubliche Management-Aufgabe, der sich die meisten Frauen nicht einmal bewusst sind. Sie machen es automatisch. Das aber macht ihren Einsatz und ihre Bedeutung für die Mundgesundheit in Deutschland keineswegs geringer.
Ein Portal, das die Leistungen der Frauen im Gesundheitswesen ins Licht stellt statt sie als selbstverständlich hinzunehmen, ist daher eine ganz wichtige Einrichtung. Einsatz lebt von Motivation, und Motivation von Anerkennung. Wenn hier Frauen Anerkennung finden, die sie sonst oft vermissen, hat dieses Portal auch einen gesundheitsförderlichen Nebenaspekt.
Zuletzt bearbeitet 16.11.2007 13:56 Uhr
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