Frauen sind sich ihrer Aufgabe als „Gesundheitsmanagerinnen“ unserer Gesellschaft durchaus bewusst – das ergab eine Umfrage im Rahmen der „Aktion Frauengesundheit“ von Bayer HealthCare, an der sich 1.234 Frauen zwischen 17 und 83 Jahren beteiligten. (Umfrage Bayer HealthCare, 2006) Demnach übernimmt „frau“ neben ihren zahlreichen Rollen als Mutter, Managerin, Organisationsexpertin, Nachhilfelehrerin und Ehefrau, deren Funktionen oft im Minutentakt wechseln, zusätzlich eine besondere Verantwortung im Gesundheitsbereich – und das nicht nur für sich selbst.
Rund 68 Prozent der Befragten sehen sich als „Gesundheitshüterin“ der gesamten Familie und fast ebenso viele glauben, dass Frauen ein besonders ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein haben.
Das beginnt bereits bei der Vorsorge: 77 Prozent interessieren sich besonders dafür, wie Krankheiten vermieden werden können.
Bei immer mehr Befindlichkeitsstörungen entscheidet sich das weibliche Geschlecht für den Kauf von rezeptfreien Medikamenten, vor allem, wenn akute Beschwerden vorliegen (84 Prozent). Ärztinnen und Ärzte, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage, sind mit zu 54 Prozent eine wichtige, aber nicht die vorrangige Informationsquelle, wenn es um Themen der Gesundheit geht. Frauen informieren sich zunehmend über die Medien.
Stark zugenommen hat in diesem Zusammenhang für die befragten Frauen das Internet als wichtige Informationsquelle (von 58 Prozent der Frauen genannt).
Generell versuchen immer mehr Menschen, sich zu Beginn von Erkrankungen mit rezeptfreien Medikamenten selbst zu helfen. Waren es 2003 immerhin schon 55 Prozent der Bundesbürger, stieg die Anzahl bis 2006 auf 62 Prozent an. Diese steigende Tendenz zur Selbstmedikation geht einher mit einer rückläufigen Tendenz zum Arztbesuch. Nur noch weniger als jeder Dritte (30 Prozent) geht nach eigener Aussage umgehend zum Arzt, wenn er spürt, dass er krank wird. 2003 waren es noch 46 Prozent.
In diesem Zusammenhang wird zielgerichtete Information an spezifizierte Zielgruppen immer wichtiger für das Marketing generell in der Gesundheitswirtschaft und im Besonderen im Verkauf. Schon heute suchen sich zwei Drittel (64 Prozent) der Bundesbürger bei leichteren Erkrankungen andere Beratungen und verzichten stattdessen auf Arztbesuche (2003: 56 Prozent). (Prozentzahlen aus der Studie „Health Care Monitoring 2006“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG. Befragt wurden mehr als 3.000 Bundesbürger ab 16 Jahren im Frühjahr und Herbst 2006 repräsentativ zu ihrem Gesundheitsverhalten und ihrer Gesundheitsmentalität.)
Frauen in Deutschland
